Buchkritik Die Schriften von Accra
  • Verlag: Diogenes
  • 1. Auflage (7. Januar 2013)
  • ISBN-10: 3257068484
  • ISBN-13: 978-3257068481
  • Kategorie: Roman

Die Schriften von Accra

Das Buch die Schriften von Accra, geschrieben von dem brasilianischen Schriftsteller und Bestsellerautor Paul Coelho, versetzt den Leser in das Jahr 1099. Französische Truppen stehen vor den Toren der Stadt, bauen Belagerungstürme und der Angriff der Kreuzritter „im Namen des Papstes“ steht kurz bevor. Innerhalb der Stadtmauern versammeln sich die bisher friedlich zusammenlebenden Muslime, Juden und Christen und wollen die Stadt verteidigen. Zunächst scheint die Lage recht aussichtslos, bis eine Gruppe bestehend aus Menschen aller Geschlechter und Altersgruppen auf einen geheimnisvollen Mann aufmerksam wird. Er wird „der Kopte“ genannt und scheint sehr weise an Erfahrung. Da Ungewissheit über den Ausgang des Krieges herrscht, schlägt der Kopte dem Volk vor, Werte und Lebenseinstellungen aufzuschreiben oder mündlich zu überliefern.

Es geht um Sieger, die Einsamkeit, das Gefühl des Unnützseins, Niederlagen, der Angst vor Veränderungen, Liebe und Sex. Also Themen, die jeden Menschen im Laufe seines Lebens – egal in welcher Zeitepoche – beschäftigen. Er findet für viele dieser Fragen, die das Leben betreffen, die richtigen Worte um den Menschen die Augen zu öffnen, ihnen Ratschläge für ein besseres Leben zu geben oder sie zum Nachdenken zu bringen. Durch dieses „Frage-Antwort-Szenario“ hat Coelho einen perfekten Rahmen geschaffen, um jene Inhalte an seine Leserschaft zu vermitteln, die ihm am Herzen liegen. Der Autor erzählt in jeweils wenige Seiten umfassenden Kapiteln von Niederlagen, Besiegten und Siegern, er berichtet über das Alleinsein, das Gefühl, nicht gebraucht zu werden, der Angst vor Veränderungen, erzählt von der Schönheit, der Kunst, den richtigen Weg einzuschlagen, von verpassten Gelegenheiten und der Angst und die Bangigkeit des Herzens, von dem, was die Zukunft bereit hält, er spricht von Sex, von der an die Nachkommenschaft weiter zu vermittelnden Inhalte, von Eleganz, Anmut und Vornehmheit, von der Bedeutung von Loyalität, der Ernährung der Familie, von Erfolg, Wunder, und von Feinden und Waffen. Die einfachen, klaren Worte sind leicht verständlich und der flüssige Schreibstil angenehm zu lesen. Die Schriften von Accra“ ist ein typischer Coelho: eine wahre Geschichte aus alter Zeit, großartig erzählt, in einer wunderschönen Sprache.
„Die Schriften von Accra“ sind ein wenig religiös geprägt, sehr spirituell, voller Wahrheiten und Weisheiten.

Das Buch steckt voller schöner, wahrer und weiser Worte, Sätze und Zitate, die der Leser aufsaugen und genießen kann. Man kann lange darüber nachdenken, sehr viel aus dieser Lektüre mitnehmen. „Die Schriften von Accra“ ist eine Art Helfer, das dem Leser nicht nur Lektüre, sondern auch Wegweiser und Ratgeber für seinen Lebensweg sein kann. Dieses Buch ist zeitlos und daher immer wieder lesbar.

Melanie Neuhauser

Hallo! Ich bin Melanie, bekennende Leseratte und schreibe für Euch diese Bücher Rezension. Kontakt per Twitter: http://twitter.com/Buchkiller