Buchkritik Lucinda Riley Der Lavendelgarten
  • Autor: Lucinda Riley
  • Verlag: Goldmann Verlag
  • Auflage: 13. Mai 2013
  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • ISBN-10: 3442477972
  • ISBN-13: 978-3442477975
  • Originaltitel: The Light Behind the Window
  • Kategorie: Roman
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Der Lavendelgarten von Lucinda Riley

Lucinda Riley entführt ihre Leser in „Der Lavendelgarten“ auf ein Herrenhaus in der Provence. Die Geschichte um eine adelige Familie in dunklen Zeiten, macht den Roman zu einem echten Schmöker. Die Autorin schafft es das Chateau in der Provence zum Leben zu erwecken. Das liegt vor allem an den liebenswürdigen Charakteren. Die Protagonistin Emilie de la Martinières lebt in Paris und wird durch den Tod ihrer Mutter plötzlich zur Erbin eines Herrenhauses in der Provence. Eine Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Bei dem Besuch des Chateaus verliebt sie sich in Sebastian. Die beiden heiraten und ziehen nach England. Dort kommt der Roman so richtig in Fahrt, denn ein Gedichtband wird eine entscheidende Rolle in Emilies Leben spielen.

Tragische Liebe als roter Faden

Der Gedichtband ist von Emilies Tante Sophie verfasst. Nachdem Emilie der Band in die Hände gefallen ist, lernt sie immer mehr über die Familienranken der de la Martinières kennen. Eine tragische Liebe hat die gesamte Familie und die Leben der Generationen bestimmt. Was hat ihr Mann Sebastian mit der Vergangenheit ihrer Tante zu tun? Wie ein roter Faden zieht sich diese Liebesgeschichte durch den Roman. Es wird an Emilie liegen, die Zukunft zu ebnen…

Schreibstil

Riley schreibt sehr emotional. Als Leser wird man direkt mit dem Tod der Mutter konfrontiert und erfährt viel zu der Mutter-Tochter-Beziehung, die mehr als schwierig war. Kennzeichnend ist auch die bildhafte Sprache des Buches. Vor dem inneren Auge des Lesers entsteht eine genaue Vorstellung der Umgebung. Ich fühlte mich beim Lesen richtig in die Provence versetzt!

Kleineres Manko

Als einziges Manko kann man der Autorin vorwerfen, dass es etwas dauert, bis die Story an Fahrt aufnimmt. Dennoch ist es an keiner Stelle langweilig. Die Reise in die Vergangenheit interessiert die Leser natürlich am meisten. Daher ist es etwas „schade“, dass Riley zunächst viel über Emilies Pläne und Freunde berichtet, bevor die Gegenwart mit den Schicksalen der Vergangenheit verknüpft wird.

Gelungenes Ende

In der Marnier von Kate Morton bündeln sich in diesem Roman alle Erzählstränge zu einem wirklich gelungenem Ende. Nach dem Zuklappen des Buches vermisst man Emilie und Co. doch ein wenig, da einem die Erlebnisse sehr nahe gegangen sind. Und das ist es, worum es beim Lesen geht.

Melanie Neuhauser

Hallo! Ich bin Melanie, bekennende Leseratte und schreibe für Euch diese Bücher Rezension. Kontakt per Twitter: http://twitter.com/Buchkiller